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Amateurfunk-Ballonmission aus Bonn fand bei Freudenberg ein gutes Ende

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Von DL6DBN empfangenes SSTV-Bild

Die am Samstag, den 18.7.2026 um 13 Uhr bei Bornheim in der Nähe von Bonn gestartete Ballonnutzlast konnte heute am 19.7. bereits an die Funkfreunde des DARC-Distrikts Köln-Aachen (G) übergeben werden. Der mit Helium gefüllte Ballon war bis ca. 15:50 Uhr auf eine Höhe von über 33000 m gestiegen und dann über Waldbröl geplatzt. Von dort driftete er am Fallschirm ostwärts und ging unweit des vorherberechneten Korridors bei Freudenberg-Niederheuslingen auf einem offenen Feld nieder. Ein aufmerksamer Spaziergänger konnte die Polystyrol-Box zusammen mit den Ballonresten sicherstellen. Unser OV-Mitglied Frank, DL6DBN hat die Ballonfahrt über weite Teile per Funk mitverfolgen können und als OM vor Ort am Sonntagmorgen die gefundenen Teile von Benni, einem Bewohner aus Niederheuslingen entgegen genommen. Am Abend des gleichen Tages holte Manuel, DO5TY vom Bonner Team alles bei DL6DBN ab. Nun können die Gerätschaften für eine weitere Mission verwendet werden.

Die vorberechnete Flugroute mit Landegebiet bei Freudenberg (Quelle: g-fliegt.de)

Bis dahin hat die Bergung und Wiedergewinnung einen spannenden Verlauf genommen. Um 16:28 Uhr konnte OM Frank in Siegen die letzten Signale aus einer Höhe von ca. 1500 m empfangen. Etwa zu diesem Zeitpunkt war das Bergungsteam um DO5TY auch bereits unterwegs. Gegen 17 Uhr fuhr DL6DBN auf der A45 zur Suche von Siegen Richtung Freudenberg und konnte in Höhe der Autobahnraststätte Siegen-West ein schwaches Signal empfangen. Von drei Peilstandorten (Freudenberg-Wilhelmshöhe, Bottenberg und Oberheuslingen) aus konnte der Suchradius durch Kreuzpeilung auf den Kern von Niederheuslingen und einen südlichen Wiesenhang eingegrenzt werden. Bei der Durchfahrt durch den Ort stieg das Signal exponentiell an, ein Hinweise für die unmittelbare Nähe. Bei dem Versuch einer weiteren Kreuzpeilung von der Seite des Wiesenhangs aus verstummte um 18:13 Uhr der 2-m-Sender durch eine leere Batterie. Eine weitere Suche alleine machte keinen Sinn mehr.

Die Vorhersage-, Fund- und Peilsituation vor Ort

Zur gleichen Zeit war auch die Bergungsmannschaft aus Bonn im Zielgebiet an der letzten digital übermittelten Position erfolglos geblieben und bekam den Senderausfall parallel mit. Wie im E-Mail-Austausch später festgestellt wurde, befanden sich DO5TY und DL6DBN keine 500 m voneinander entfernt, optisch nur durch einen Waldsteifen getrennt. Was beide nicht wussten war, dass Benni auf seinem Spaziergang kurz zuvor Ballonreste und Nutzlast bereits gefunden und alles sichergestellt hatte. Aus noch nicht geklärten Gründen ist seine anschließende Info-E-Mail an DO5TY nicht zugestellt worden. Also galt am Abend des 18.7. der Ballon zunächst als verloren.

Per Funk getrackter Ballonpfad während der letzten zwei Stunden

In der Nacht erhielt Manuel, DO5TY dann einen „Ping“ von einem in der Ballonbox verbauten „AirTag“, der einen Standort in der Ortsmitte von Niederheuslingen meldete. Per E-Mail informierte er DL6DBN, der am Sonntagmorgen zur gemeldeten Anschrift fuhr und nach einmaligem Klingeln freudig von Finder Benni begrüßt wurde. Nach einem kurzen Informationsaustausch über den Fund, den Amateurfunk und die Ballonmission konnte Frank alles dankend übernehmen. Am späten Nachmittag machte sich dann Manuel, der im Westerwald auf Tour war, über den Umweg Siegen auf den Weg, den Fund bei DL6DBN abzuholen.

Die übergebene Ballonnutzlast bei DL6DBN im Kofferraum

An Bord des Ballons befanden sich diverse Nutzlasten, über welche die Homepage https://g-fliegt.de der Ballongruppe Köln-Aachen Auskunft gibt.

Per WENET von mehreren Stationen gemeinsam empfangene, hochauflösende Aufnahme aus ca. 33 km Höhe kurz vor dem Platzen des Ballons über Waldbröl
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