Zum Inhalt springen

COTA von der Ginsburg

  • von
Ginsburg
Das Team vor der Ginsburg (Foto: PD9HIX)

Bei strahlendem Sonnenschein trafen sich 8 Funkamateure und 1 Funkamateurin am frühen Morgen des 1. Mai zur Burgenaktivität (COTA = Castles On The Air) an der Ginsburg im Rothaargebirge. Gleich drei Stationen wurden für dieses Event unterhalb des Turms errichtet. Auf der Kurzwelle, über den Amateurfunksatelliten QO-100 und auf UKW-Repeatern sowie direkt war man unter dem Rufzeichen DR5I QRV.

Erwin PA3EFR und Sander PD9HIX im Pile-Up, im Hintergrund Daniel DO1DW (Foto: PD9HIX)

Auf der kurzen Welle war das Team mit einem IC-7300 an einer End-Fed auf den Bändern 40, 20, 15 und 10 m QRV. Auf UKW kam ein FT-991A an horizontalen und vertikalen Yagis zum Einsatz. Und für QO-100 wurde auf einen Mix aus SDR-Lösung (Downlink) und klassischer Transverter-Linie (Uplink) gesetzt. Die Verbindungen wurden für die zahlreichen Mai-Wandernden auf einer Europakarte visualisiert, bei der einige Fäden über den Rand hinaus gingen. So kamen beispielsweise Verbindungen nach China, Südafrika, Brasilien, den Seychellen, auf die kanarischen Inseln oder Chile auf den unterschiedlichen Ausbreitungswegen zustande.

Vielen Besucherinnen und Besuchern konnte die Faszination des Amateurfunks nahe gebracht werden. Einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer des aktuell laufenden Online-Lizenzlehrgangs ließen es sich nicht nehmen, einmal persönlich vorbei zu schauen und etwas Praxisluft zu schnuppern. So entwickelte sich am Rande der QSOs die eine oder andere Fachsimpelei.

Robert DJ2PA an der Morsetaste (Foto: DN9STS)

Besonders unsere niederländischen Gäste und Funkfreunde Erwin, PA3EFR und Sander, PD9HIX glänzten durch viel Aktivität. Sie nutzten das Wochenende für einen Besuch an der Ginsburg, um die für die Niederlande historische Stätte der Ginsburg und der Ginsberger Heide zu besuchen. So ist die Ginsburg ein wichtiger Ort auf dem Weg zur Unabhängigkeit der Niederlande 1581. Im April 1568 war Wilhelm von Oranien mit seinen drei Brüdern auf der Burg. Sie bereiteten  eine Geheimkonferenz vor, die der Vorbereitung für die Unabhängigkeit der Niederlande diente. Von der Ginsburg zogen sie in den Krieg gegen die spanischen Herrscher über die Niederlande. Der Spanisch-Niederländische Krieg wurde zum Achtzigjährigen Krieg, der sich mit dem seit 1618 geführten Dreißigjährigen Krieg überlagerte. Beide Kriege endeten 1648 mit dem Westfälischen Frieden.

An der Aktion, die auf Initiative von Lars DO5VL und mit freundlicher Genehmigung des Vereins zur Erhaltung der Ginsburg stattfinden konnte, nahmen neben den niederländischen Gesten als Operator noch teil: Robert DJ2PA, Stefan DN9STS, Daniel DO1DW, Lars DO5VL, Volker DO6VD, Leni DO7NBK und Frank DL6DBN. Mit dem letzten QSO begann der Abbau und Rücktransport des Materials – teilweise im Bollerwagen – von der Burg zum Parkplatz in der Nähe des Bahnhofs Vormwald/Zollposten.


Blick von der Ginsburg über das Siegerland (Foto: PD9HIX)
Lars DO5VL an der UKW-Station (Foto: DN9STS)
Die Stationszelte von oben (Foto: DO1DW)
Die QSO-Karte mit dem angedeuteten Satelliten QO-100 im Vordergrund (Foto: DO1DW)
Materialtransport zwischen Burg und Parkplatz (Foto: DJ2PA)